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Newsletter 2008-01 - Artikel 4

Baufinanzierung - Die sieben goldenen Regeln

Für die meisten potentiellen Häuslebauer ist das Thema Finanzierung der eigenen Immobilie eine große Herausforderung, die es zu bewältigen gilt. Man kann aber im Vorfeld bei der Immobilienplanung bzw. Projektierung einige Dinge vereinfachen, sofern man die folgenden „Regeln“ beachtet.

Regel 1:
Es sollte so viel Eigenkapital wie möglich eingesetzt werden. Natürlich kann das Haus bzw. Eigenheim auch voll von der Bank finanziert werden, aber das ist teuer. Es sollte für eine Finanzierung möglichst alle finanziellen Reserven eingesetzt werden, bis auf eine Notrücklage von sechs bis zwölf Monatsgehältern.

Regel 2:
Der finanzielle Bedarf sollte gut kalkuliert werden, auch wenn es niemals ganz genau auf Heller und Cent funktioniert. Ist der Kredit zu niedrig, wird eine teure Nachfinanzierung notwendig. Fällt der Kredit zu hoch aus, verlangen Banken eine ebenfalls teure Nichtabnahmeentschädigung. Hier gilt es, genau zu prüfen, welche Parameter eine Bank zulässt.

Regel 3:
Nutzen Sie die Förderung von Bund und Ländern. Hier bieten sich Kredite der KfW-Bank an. Besonders günstig sind die Darlehen für die energiesparende Modernisierung. Auf der Internetseite www.baufoerderer.de finden Sie Informationen zu den Förderprogrammen der Bundesländer.

Regel 4:
Tilgen Sie von Anfang an jährlich mit mehr als ein Prozent der Kreditsumme, da die Zinsen momentan niedrig sind. Je mehr und je schneller sie am Anfang tilgen, desto schneller hat man auch den Schuldenberg abgetragen. Wenn nach 10 oder 15 Jahren nach Ablauf der Zinsbindung evtl. eine Zinserhöhung eintritt, trifft einen dies nicht so hart, als wenn man jetzt nur ein Prozent tilgt und der Restkreditbetrag noch relativ hoch ist.

Regel 5:
Bleiben Sie flexibel. Vereinbaren Sie die Möglichkeit einer Sondertilgung von fünf bis zehn Prozent der Darlehenssumme pro Jahr. Auch Flexibilität bei den Raten ist inzwischen ohne Zinsaufschlag möglich.

Regel 6:
Sichern Sie sich die momentan niedrigen Zinsen für einen langen Zeitraum, also mindestens zehn Jahre. Wir empfehlen noch längere Zinsbindungszeiten zu vereinbaren - also 15 oder 20 Jahre. Dabei sollte man auch noch im Hinterkopf behalten, dass man jedes Darlehen nach zehn Jahren ohne zusätzliche Kosten kündigen und mit sechs Monaten Vorlaufzeit Sonderzahlungen leisten kann.

Regel 7:
Fordern Sie von Ihrem Kreditgeber einen Finanzierungsplan. Den sollte jedes Angebot einer Bank beinhalten. Nur mit Hilfe des Finanzierungsplans ist es möglich, die finanzielle Belastung aus dem Kredit und die Bewirtschaftungskosten zu erkennen. Sind die Finanzierungskosten höher als 40 Prozent des Nettoeinkommens, ist die Finanzierung extrem risikoreich. Hier sollte der Vermögenshintergrund entsprechend sein.

Bauwillige müssen sich über die Lasten klar werden, die auf sie zu kommen. Sie sollten auf günstige Angebote und Konditionen achten und die Spielräume in der Abzahlung nutzen. Dann dürften die Finanzierung und der Bau des Traumhauses auch kein Problem sein.

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